Vorstellung Camping-Umbau Audi Q8 e-tron

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Im folgenden möchte ich Euch ein paar Detailinfos zum Camping-Umbau meines Audi Q8-etron geben.

Höchste Priorität war dabei Robustheit und Zweckmäßigkeit. Das basiert vor allem auf meiner Erfahrung auf einem 12-monatigem Offroad-Trip durch Südamerika. Alles was nicht super einfach und super robust ist, geht auf so einer Tour früher oder später kapputt. Die Belastung auf den Rüttelpisten für die Inneneinrichtung ist enorm hoch. Einfache Plastikboxen aus dem Baumarkt sind z.B. innerhalb von kürzester Zeit zerbrochen.

Daher habe ich für meine Inneneinrichtung vor allem auf robuste Euroboxen von Auer gesetzt. Diese dienen sowohl als Schrankraum für meine Kleidung als auch zum Verstauen von Lebensmitteln und sonstiger Ausrüstung. Insgesamt sind 7 Euroboxen in dem Fahrzeug verbaut (3 große auf der Rückbank sowie 3 mittlere und eine kleiner im Kofferraum).

Zur Wasserversorgung habe ich zwei stabile Wasserkanister im Fahrzeug, die bei Bedarf mit einer elektrischen Pumpe gekoppelt werden können. Für lange Strecken ohne sichere Wasserversorgung führe ich zusätzlich zusammenlegbare Wassersäcke von MSR mit.

Für die Energieversorgung ist eine große 2 kWh EcoFlow Powerbank im Fahrzeug verbaut, die je nach Bedarf über Solar, die 12V Steckdose des Fahrzeugs oder einen Type 2 Lader aufgeladen werden kann. Daran angeschlossen ist eine kleine Dometic Kühlbox, eine Nespresso Kaffemaschine und ein Wasserkocher. Außerdem nutzen ich sie zum Laden von meiner Fotoausrüstung, Drohnen und Notebook.

Für größere Koch-Aktionen jenseits von Instant-Nudeln oder gefriergetrockneter Expeditionsnahrung führe ich einen kompakten Soto Gas Kocher und Gaskartuschen mit. Diese bekommt man problemlos überall auf der Welt. Ich habe mich bewusst gegen ein Induktionskochfeld entschieden, um die Batterie (EcoFlow und Fahrzeug HV) durch das Kochen nicht noch weiter zu belasten.

Geschlafen wird im Fahrzeug auf einer sehr bequemen Exped Matratze. Die Scheiben sind verdunklen und nach vorne gibt es einen zuziehbaren Vorgang.

Da der Innenraum begrenzt ist und mir viel Stauraum für lange Reisen im Setup wichtig war, spielt sich das Leben bei meinem Aufbau draußen ab. Die Euroboxen dienen dann als Tisch und zusätzlich gibt es faltbare Campingstühle von Helinox.

Das Setup hat sich jetzt auf zwei langen Reisen sehr gut bewährt. Das einzige, was ich noch nachbessern muss: die an den hinteren Fenstern angebrachten Moskitonetze waren nicht komplett dicht. Am Rand gab es kleinere Lücken durch die Mücken eindringen können. Meiner erster Versuch die Ritzen mit einem selbstklebenden Moosgummiband zu schließen waren leider nicht erfolgreich, da sich der Kleber bei Hitze wieder gelöst hat. Jetzt werde ich es noch mal einem Filzband versuchen.

Wenn Ihr Fragen zum Aufbau habt, dann kann ich die gerne hier beantworten.

Boris

https://ev-overlanding.com/

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Wow, ein durchdachter Umbau, sehr zweckmässig aber doch komfortabel. Gefällt mir sehr gut, besonders die Idee mit dem Raumteiler!

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Danke!
Ich bin gerade zwei Monate durch Westafrika mit dem Fahrzeug gefahren. Da hat sich der Aufbau auch super bewährt. Einzig an der Wasserversorgung werde ich noch mal nachbessern. Ich brauche ein Filtersystem.

Cooler Username!

Boris

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Danke schön!

Zwei Monate elektrisch durch Westafrika ist eine Ansage, zeigt es doch, was alles geht wenn man den will. Das ist sehr inspirierend!

Zum Thema Wasserfiltration kann ich nur aus meiner Wandererfahrung sprechen. Ich habe einen Filter von Katadyn mit Keramikelement benutzt, allerdings ein sehr kleines Gerät, bei dem man ordentlich pumpen muss. Dies könnte noch mit einer UV-Lampe zur Sterilisation ergänzt werden. Hier kenne ich Geräte für kleinere Mengen (so 2 - 3 l) von Exped, die auf einen Nalgene-Flasche geschraubt werden. Es gibt natürlich auch noch diese Tabletten (Micropur?), die sollte man mögen. Vielleicht sind diese aber zur Konservierung des gereinigten Wassers geeignet.Für Autoreisen möchte man vielleicht größere Volumina Wasser behandeln, da habe ich (noch) keine Erfahrung mit. Regenwasser oder Tau auffangen ist vermutlich keine Option?

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Ich hatte auf den letzten Reisen einen mobilen Wasserfilter von MSR dabei (sehr ähnlich dem Katadyn).
Für Wanderungen ist sowas auch ganz ok, für Autotouren aber einfach zu umständlich.
Ich habe mir jetzt den LifeSaver Kanister mit eingebautem Filter bestellt und werde den auf der nächsten Tour mal ausprobieren.

Micropur Tabletten habe ich früher viel verwendet. Es gab aber vor Kurzem einige Veröffentlichungen, dass sich die dort verwendeten Silberionen im Gehirn ablagern können. Daher werde ich jetzt alle Mittel auf Silberbasis meiden.

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Das habe ich mir schon gedacht, dass die Entkeimungstabletten nicht unproblematisch sind, doch das sind vernichtende Neuigkeiten. Danke für die Warnung!

Mit Filter mit einer höherer Literleistung kenne ich mich leider nicht aus, ich habe beim stöbern Produkte von Seagull gefunden. Die sind allerdings nicht günstig.

Und hier noch eine ganz gute Übersicht was der markt so an Viking-Wasserfiltern bietet. Die Jungs treffen immer ziemlich den Kern der Sache.

https://www.outdoorgearlab.com/topics/camping-and-hiking/best-backpacking-water-filter