Während in vielen Teilen Europas noch hitzig über das Verbrenner-Aus diskutiert wird, hat Norwegen die Kurve bereits genommen. Die frisch veröffentlichten Zahlen für das Gesamtjahr 2025 sind atemberaubend: Satte 95,9 % aller neu zugelassenen Pkw im Land sind rein elektrisch unterwegs. Im Dezember kletterte der Wert sogar auf fast 98 %.
Das Ende des Verbrenners ist in Sicht
Für Norwegen ist das ursprüngliche Ziel, ab 2025 keine neuen fossilen Pkw mehr zu verkaufen, damit praktisch erreicht. Benziner und Diesel sind im hohen Norden zur absoluten Nische geworden – statistisch gesehen fast nur noch ein Rundungsfehler.
- Tesla dominiert: Wie schon in den Vorjahren führt Tesla (vor allem mit dem Model Y) die Statistik an, gefolgt von der VW-Gruppe (ID.4, ID.7) und Toyota.
- Bestands-Revolution: 2025 war auch das Jahr, in dem Elektroautos erstmals die Diesel-Fahrzeuge im Gesamtbestand aller norwegischen Autos überholt haben.
Warum Norwegen für uns E-Camper so wichtig ist
Wenn du planst, mit deinem E-Camper eine Skandinavien-Tour zu machen, ist Norwegen das entspannteste Ziel, das du dir vorstellen kannst. Und das hat Gründe, die auch für die allgemeine Entwicklung der E-Mobilität wichtig sind:
- Lade-Infrastruktur ohne Ende: Mit über 430 Ladepunkten pro 100.000 Einwohnern (im Vergleich zu ca. 130 in Deutschland) ist „Reichweitenangst“ in Norwegen ein Fremdwort. Selbst in abgelegenen Fjord-Regionen findest du Schnelllader.
- Kälte-Check bestanden: Norwegen beweist, dass E-Autos auch bei Schnee, Eis und zweistelligen Minusgraden sowie auf steilen Passstraßen hervorragend funktionieren.
- Kosten-Vorteil: Dank günstiger Wasserkraft und massiver staatlicher Förderung (keine Kfz-Steuer, günstigere Maut und Fähren) ist das Reisen unter Strom hier nicht nur sauberer, sondern oft auch deutlich günstiger.
Was wir daraus lernen können
Norwegen zeigt uns heute das Europa von morgen. Die Kombination aus konsequenter politischer Förderung und dem Ausbau der Infrastruktur führt dazu, dass die Menschen den Umstieg nicht nur mitmachen, sondern wollen. Für die Camping-Industrie bedeutet das: Wer im Norden bestehen will, muss elektrisch denken.
— Dieser Beitrag basiert auf den aktuellen Zulassungsstatistiken der norwegischen Straßenverkehrsbehörde OFV, wie sie unter anderem im Spiegel und auf electrive.net berichtet wurden. Quelle
